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| Autor | Thema: Afine-Schaltnabe im MTB |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 24. November 2008 13:55 zitat pm mail hp Ich mache hier mal ein Thema auf, in dem ich zukünftig über alle Pro und Contras bezüglich Einbau und praxisnaher Verwendung der neuen 8-fach Schaltnabe Shimano Alfine S500 berichten werde. Ich bin zur Zeit dabei mein reguläres Touren/Renn-MTB auf dieses Antriebssystem umzubauen. Das Hinterrad habe ich bei Uwe Kraus speichen lassen. Die mitbestellten Antriebs- und Schaltungskomponenten baue ich selbst ein. Vorgesehen war, die Kapazität des Alfine-Kettenspanners von 16 Zähnen maximal auszunutzen und eine möglichst weite Übersetzungsbandbreite zu realisieren, die "möglichst nah" an die alte Kettenübersetzung (min: 24-32 bis max: 46-11) heran reichen sollte. Außerdem möchte ich gerne meine XT-HollowtechII-Kurbel inkl. Innenlager weiter fahren, denn diese ist "ja noch gut". Leider ist dieses Anliegen aber mit einer zweifach Kombination vorne nicht annähernd zu lösen. Die beste Übersetzungsbandbreite wäre noch mit einer Kettenblatt - Ritzelkombi von 30+46 auf 18 Zähne möglich gewesen, ja wenn sie möglich gewesen wäre. Denn leider ist es technisch nicht möglich ein 30er Blatt mit 104er LK zu bauen. Das Ganze geht also erst bei 32 Zähnen los und damit ändert sich die kleinste Übersetzung schon sehr zu ungunsten steiler Berge. Ich probiere es deshalb erst mal mit der Kombi 32+46 auf 20 Zähne, was bedeutet, daß ich mich ab 42 km/h wohl tot trete. Hier kann ich evt. auch noch ein 48er-Blatt fahren, sofern sich 32 auf 48 noch einigermaßen schalten läßt. Eine andere negativ zu erwähnende Sache wäre: Die 8-fach Rapid-Fire-Schalteinheit der Alfine ist nicht kompatibel zu einem 2005er-Standard-XT-Bremsgriff. Das ganze Plastik der Ganganzeige lässt sich nicht mit dem Bremsgriffhalter kombinieren. Das ist mal wieder vollkommen sinnfreier Shimano-Blödsinn, der wohl für alle Rapidfire-Geschichten gilt. Man hat da nur die Wahl die passenden Bremsgriffe der Rapidfire-Gruppen zu kaufen oder gleich die Schalt-Bremskombi zu bestellen. Die Lösung könnte sein, die Drehgriff-Schalteinheit der Nexus zu verwenden, in der Hoffnung, daß die Schaltabstände ausnahmsweise mal gleich geblieben sind. Ich kann mich mit dem Rapidscheiß sowieso nicht wirklich anfreunden. Ich habe gestern die 30 Euro teure Schalteinheit erst mal von allem Plastik befreit und bin überzeugt davon, daß die guten alten Daumenshifter von anno 1997, die technisch weitaus intelligentere Innovation waren, wie dieser plastik-umhüllte Labberkram von 2008. Eventuell besteht auch eine Kompatibilität bezüglich: - Verwendung von 7-8-fach Ketten statt der von Shimano für die Alfine gewünschten 9-fach Kette (klar die 9-fach Kette verschleißt doppelt so schnell, das bringt mehr in die Kasse) - Verwendung der Nexus-Ritzel (für die Alfine gehen in Kombi mit dem Kettenspanner nur 18 und 20 Zähne). Die Nexus-Ritzel gibt es mit 16,18,19,20,21 und 22 Zähnen. Sind aber für dicke Ketten gemacht. Diese beiden Geschichten werde ich ebenfalls testen und hier aus der Praxis berichten, ob das geht und ob sich das auf Dauer bewährt. CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 28. November 2008 10:56 zitat pm mail hp So, ich habe gestern das Rad montiert. Ist eigentlich alles ganz easy, wenn man den Stapel der beiliegenden Anleitungsposter auch liest. Lediglich für die Sicherung des Ritzels auf der Nabe hätte Shimano sich mal was Besseres ausdenken können, als den altbekannten Federring. Das Teil ist einfach unmöglich zu montieren. Insbesondere, wenn man das mit Standardwerkzeug (Zange, 2 Schlitzschraubendreher) versucht. Kurz vor der Tour mal eben das Rad raus und ein anderes Ritzel drauf legen, kann man sich also schenken. Das ist 'ne Würgerei. Positiv: Die 160er Center-Lock-Scheibe der Alfine-Scheibenbremse arbeitet perfekt mit dem Avid-Bremssattel (BB7, mechanisch) zusammen. Das gilt somit auch für alle anderen Avid-Bremsen, die einen seitlich verstellbaren Bremssattel besitzen. Es ist daher nicht notwendig extra einen CenterLock-6fach-Adapter für die Scheibenaufnahme zu kaufen. Die 7/8er Kette läuft passabel durch den Kettenspanner und über das Ritzel. Die minimal größere Kettenbreite ist diesbezüglich kein Problem. Ein großes Problem ist aber leider die unterschiedliche Kettenlinie der Alfine-Nabe zum MTB-XT-Tretlager. Das mittlere Kettenblatt sitzt noch ganz passabel, aber das große ist eindeutig zu weit außen. Das hat zur Folge, das die Kette unten zu schräg in den Kettenspanner einläuft. Folgen: Die Kette schleift leicht unten rechts am Rahmen des Kettenspanners. Das untere Spanner-röllchen läuft nicht sauber in Kettenmitte, sondern rasselt ganz links an den Kettenaußengliedern entlang. Das behindert die Performance und erhöht den Verschleiß. Ich glaube auch nicht ,daß die verwendung einer 9-fach Kette hier Verbesserungen bringt. Einzige Möglichkeit die bleibt, ist wahrscheinlich, zu versuchen, das XT-Tretlager noch weiter nach links zu verstellen (Distanzringe aus Kunststoff variieren). Man muss dabei aber bedenken, daß die Kunststoff-Innenhülse eine bestimmte Einbaubreite verlangt. Man kann nicht einfach die Distanzringe auf der rechten Seite wegnehmen, weil dann die Hülse zu breit ist. Alle Ringe auf die linke Seite zu bringen würde die Einbaubreite erhalten. Das geht aber praktisch auch nicht, weil das linke Lager dann nicht mehr weit genug in den Rahmen geschraubt werden kann. Evt. kann man aber die Innenhülse einfach weglassen. Diese hat ja eigentlich nur eine Schutzfunkton gegen Dreck und Wasser aus dem Sattelrohr. Das Schalten der Zweifach-Kombi 32-46 vorne mit einem Rocket-Drehgriff funktioniert. Auch ein 48er-Blatt dürfte funktionieren. Allerdings muss man schon ganz schön Kraft aufbringen, für den Wechsel auf das große Kettenblatt. Das liegt naturgemäß daran, daß der Kettenspanner eine sehr große Spannkraft besitzt, was ja an sich positiv ist. Letzter Punkt: Das Schaltkabel soll, wie bei Tourenrädern üblich, entlang der Kettenstrebe und dem Unterrohr verlegt werden. Bei MTB's ist aber die Verlegung über die Sattelstrebe und das Oberrohr üblich. Lösung hierfür könnt evt. sein, den Gegenhalter für das Schaltkabel an der Nabe 45° nach oben zu drehen. Normal sitzt der horizontal. Ob das so einfach geht, muss ich noch testen. Hängt davon ab, ob die Stellung nur geklemmt wird oder auch durch die Achsmuttern definiert wird. Diese besitzen Nocken, die in die Ausfallenden eingreifen. Bei der Bestellung des Alfine-Montagesatzes muss man daher schon wissen, welche Art Ausfallenden man hat (es gibt vier verschiedene Versionen!) Ansonsten muss man den durchgängigen 4mm-Schaltzug mit Kabelbindern "unsauber" am Rahmen fixieren. Fortsetzung folgt... CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 02. Dezember 2008 10:58 zitat pm mail hp Betr. Kettenlinie: Die Alfine-Nabe besitzt 43.5 mm. Das große Blatt der XT-Hollotech-II-Kurbel besitzt regulär so um die 56 mm ! Das ist ein Versatz von fast 1.5 cm und eindeutig zuviel. Ich habe das Tretlager, soweit es geht, nach links versetzt und hoffe, das das genügt. Bei der Nexus-Nabe hätte man auch das Ritzel um 180° drehen können, was hinten die Kettenlinie um einige mm nach außen versetzen würde. Das geht bei der Alfine nicht, weil auf dem Ritzel eine Kunststoffscheibe sitzt, die angeblich die Ketten-Performance verbessert. Ein 180°-Tausch wäre nur möglich, wenn man die fest verschweißte Kunststoffscheibe entfernt. Jetzt könnte man natürlich fragen, warum es denn die XT-Kurbel sein muss, wenn man doch einfach die Alfine-Kurbel, die es ja auch in zweifach gibt nehmen kann. Die hat ja die richtige Kettenlinie. Ich bin mir aber gar nicht so sicher, ob die mit den breiten Kettenstreben bei MTB's gut zu kombinieren ist. Außerdem sind da so riesige Kettenblätter drauf. Falls das aber vorne nix wird, werde ich mir die Alfine-Kurbel auch besorgen. Betr. Schaltkabelverlegung: Ein Verdrehen des Arms der Schalteinheit parallel zur Sattelstrebe ist nur mit den passenden Sicherungsscheiben möglich, denn diese bestimmen auch den Winkel der Schalteinheit. Wer also den Zug über die Sattelstrebe führen möchte, darf sich keinen Montagesatz für vertikale Ausfallenden bestellen!!!, denn dann steht der Arm horizontal. Fortsetzung folgt... der Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Dan MTB Gott! ![]() ![]() ![]() ID # 16 |
erstellt: 02. Dezember 2008 16:20 zitat pm mail Hey Jaykay... ich bin gespannt, was Du mit der Nabe für Erfahrungen im Winter machen wirst. Die Nexus hat da ja gerne Ärger gemacht (dreht durch -> aua). Wenn Du Material- und Zeitkosten mal zusammenrechnest, bist Du dann noch günstiger als die Speedhub (bei der man auch keine zwei Kettenblätter braucht)? Later, Dan ----------------------- ... ein Gang, sie alle zu knechten. |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 02. Dezember 2008 16:37 zitat pm mail hp Zeit ist relativ... Anschaffungskosten sind (sofern man dann weiß, was man braucht) etwa 1/3 der Kosten der Rohloff, wenn man ein fertig eingespeichtes Rad aus dem Internet kauft. Wenn man alles handfertigen läßt und erst mal alles doppelt bestellt, weil man keine Ahnung von den Einbauproblemen in ein MTB hat und bestimmte Brockens nicht fahren will, dann geht's eher auf 1/2 zu. Aber ich sammle alle Erfahrungen ja für den Dackel und den Club. Vielleicht sollte ich dieses Thema löschen und später meine Einbautipps verkaufen? Dann kommt das Geld wieder rein. Nä, ich bin ja sozial... Das "Durchrutschen" wird vermutlich dadurch verursacht, daß Wasser in die Nabe eingedrungen ist und den Klemmrollenfreilauf vereist hat. Ist klar, daß die Klemmrollen auf Eis nicht mehr packen. Abhilfe: Neue Dichtungen einbauen. Angeblich kann man dichtungsmäßig auch noch was verbessern. Hab da gestern eine Site gefunden, die sich nur um das Thema Schaltnaben dreht inkl. Montageanleitungen, Forum und Tipps zu allen Herstellern. Weiß aber gerade die Adresse nicht. CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Dan MTB Gott! ![]() ![]() ![]() ID # 16 |
erstellt: 02. Dezember 2008 19:23 zitat pm mail Huhu, das Problem war glaube ich eher, dass das Öl (oder Fett???) in der Nabe bei niedrigen Temperaturen zu dickflüssig wird. Kann aber gut sein, dass das mittlerweile behoben wurde. Ich habe meine Speedhub ja vor ein paar Monaten verkauft... mittlerweile hätte ich sie wirklich gerne wieder 8-( Later, Da ----------------------- ... ein Gang, sie alle zu knechten. |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 04. Dezember 2008 12:52 zitat pm mail hp Wie kann man nur! Obwohl... wenn man kurzfristig Bares braucht, weil die Herren von Inkasso-Belgrad vor der Tür stehen, dann kann man das edle Stück Technik natürlich auch ins Pfandhaus tragen ;-) Habe die benötigten Sicherungsscheiben heute per DPD von Komponentix aus Berlin bekommen. Verlässlicher Laden. Es kann weiter gehen... CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 07. Dezember 2008 22:54 zitat pm mail hp Jo, ich bin soweit und habe heute meine erste Testrunde mit dem neuen Antrieb gefahren, wobei aber die wirklichen Herausforderungen unserer steilen Bergwälder noch fehlten, weil momentan kein Bock auf Schlammschlacht. Fazit vorweg: Die Nabe kann man grundsätzlich für ein MTB gebrauchen. Der Schaltumfang ist an sich ausreichend, auch wenn er nicht der Mega-Range-Kettenschaltung das Wasser reichen kann. Wer aber mit sowas in der Art 24auf28 Zähne bis 44auf11 Zähne klar kommt, der kann auch Alfine2x8 (mit 32/46 auf 20 Z.) fahren. Nachträge zum Einbau (Tipps und Tricks): 1. Es sind KEINE ZUSÄTZLICHEN oder andere Sicherungsscheiben nötig, wenn man vor hat, den Schaltzug von oben her zur Nabe zu führen. Die Sicherungsscheiben für das vertikale Ausfallende (blau+grün Gr. 8) sind richtig. Um den Schaltarm an der Nabe nach oben etwa parallel zur Sattelstrebe drehen zu können, gibt es tatsächlich nur eine Möglichkeit: TAUSCH der Sicherungsscheiben Rechts gegen Links !!! Da muss man erst mal drauf kommen. Alle anderen bestellten Scheiben haben das wie auch immer positioniert, nicht erreicht. 2. Die Schaltung ist kompatibel zur Nexus-Inter8-Nabe. Das gilt also auch für die Schaltabstände und somit kann man auch Schalteinheiten und Schalthebel der Nexus-Inter8 für die Alfine einsetzen. Das hatte für mich den Vorteil, daß ich einen Nexus-RevoShifter (Drehgriffschaltung) fahren kann, der auch mit meinen XT-Bremshebeln kompatibel ist. Das Teil kostet sagenhafte 7,50 Euro und funktioniert gut. Für den Preis lege ich mir geich noch zwei als Ersatz in die Ecke, denn für den Preis sind die verwendeten Materialien natürlich auch nicht sonderlich wertig. Leider hatte ich mich schon an die Rocket-Drehshifter (waren die von SRAM?) gewöhnt. Jetzt muss ich erst mal hart umlernen, da der Drehsinn der Nexus-Shifter umgekehrt ist. Auch die ständige Selbstermahnung "Kähr, einfach wie beim Motorrad Gas geben!" nützt da leider überhaupt nichts. Der Shifter ist über einen teuren, aber reibungsarmen Gore-Zug mit der Schalteinheit der Nabe verbunden. Der beiliegende, durchgehende 4mm-Standard-Zug von Shimano ist was für die Tonne. Die Außenhülle hatte schon tausend Risse, als sie aus der Packung kam. Nach 2-3 Wasserschlachten korrodiert das Innere und man wird sich wundern, warum die Nabe nicht mehr zu schalten ist. 3. Die Schaltung reagiert recht empfindlich auf falsche Einstellungen der Schaltabstände. Die Schaltabstände sind leider recht eng gesetzt, was zwar den Vorteil hat, das man am Schalter nicht soweit drehen bzw. drücken muss, aber bei Verstellung reagiert die Nabe mit ungewünschten Schaltsprüngen oder einem unsauberen Schaltverhalten. Das zeigte sich bei mir bereits schon nach ein paar Schaltbewegungen. Ich dachte erst schon: "Das war's, die Nabe taugt nichts", denn kurzzeitigen Leerlauf und ein krachendes Getriebe kann man als MTBer nun wirklich nicht gebrauchen. Aber der Grund war, daß sich der Gore-Zug schon leicht gesetzt hatte und die Schaltabstände nicht mehr stimmten. Da reicht schon ca. ein Millimeter, um Schaltfehler zu verursachen. Ein größerer Schaltabstand wäre für den Einsatz im Offroad-Bereich sicher wünschenswert gewesen, denn die Fehlertoleranz nähme dadurch zu. Allerdings wäre dann aber auch keine Kompatibilität zur Nexus gegeben gewesen. Naja. Die Kontrolle erfolgt übrigens im vierten Gang. Wenn der eingelegt ist, müssen an der Nabe zwei gelbe Markierungen EXAKT übereinstimmen. Die Sichtkontrolle ist einfach. Die Einstellung über das übliche Drehrädchen am Schaltzug auch. Diese Kontrolle muss beim Einfahren der Schaltung aber unbedingt mehrmals erfolgen. Auch sollte man die Schaltfunktion vor jeder Fahrt prüfen. Der Gore-Zug macht in diesem Zusammenhang also wirklich Sinn. Man sollte den Schaltzug außerdem auf jeden Fall unterbrochen verlegen, d.h. nicht in durchgängiger Außenhülle, sondern in 2-3 Außenhüllenstücken, die sich am Rahmen abstützen. Warum? Weil der Rahmen als Zuggegenhalter viel steifer ist, als die Schaltzughülle in ihrer ganzen Länge je sein kann. Eine steifere Zugverlegung hat somit eine höhere Schaltpräzision zur Folge. Sie hat jedoch den Nachteil schmutzanfälliger zu sein, weswegen es Sinn macht die ganzen tollen Gummiverhüterlis und Kunststoffröhrchen für den Zug auch so gut es geht einzubauen. Fahrpraxis: Der Antrieb vermittelt dem jahrzehntelang Kettenschaltung gefahrenen Biker zunächst mal einen "etwas weichen Antritt". Der kommt durch den Klemmrollenfreilauf zustande. Das ist aber wohl eher subjektiv und hat keine praktischen Nachteile. Man vermisst halt einfach die krachende Sperrklinken-Blockade, wenn man plötzlich in die Pedale steigt. dafür dreht sich das Hinterrad jetzt vollkommen geräuschlos. Verglichen mit dem Krach, den eine Hügi verursacht, wird da plötzlich eine gute Klingel wichtig...!!! Was ich heute ausgiebig getestet habe, ist das Schaltverhalten der Nabe bei nicht maximaler Tretkraft, also im Normalbetrieb. Die Nabe schaltet rauf wie runter in allen Lebenslagen und ohne nennenswerte Schaltverzögerungen. Dabei können alle 16 Gänge gleich gut gefahren werden. Das heißt, es gibt keine Gänge mehr, die ich nicht fahren darf, von wegen zu stark überkreuzter Kette und so. Sehr positiv! Es gab auch kein Hängenbleiben der Gänge zu beobachten, wie es bei anderen Schaltnaben (ausgenommen Rohloff) der Fall ist, wenn man versucht, sie unter Last zu schalten. Schalten am Steilberg unter Volllast muss ich aber noch testen. Das muss beim MTB ja auch unbedingt funktionieren. Das Zusatzgewicht der Nabe macht sich insoweit bemerkbar, daß man das Hinterrad bei Sprüngen und Bordsteinen deutlich fester hochziehen muss, weil man sonst hinten "durchhängt". Einen Nachteil habe ich aber auch festgestellt: So gut ein kräftiger Kettenspanner, wie der der Alfine auch ist. Er erschwert das Schalten auf den beiden vorderen Kettenblättern. Hier muss man deutliche Handkraft aufbringen, um die Kette aufs größere Blatt zu drücken. Außerdem erhöht er die interne Reibung im ganzen Antrieb deutlich. Das gilt sowohl für die Radlager der Nabe, als auch für das Tretlager. Beide laufen nicht mehr so leichtgängig, wie sie das ohne die hohe Kettenspannung sicher tun könnten. Wenn man die Kurbel mit der Hand dreht, merkt man den deutlichen Unterschied des Reibungswiderstandes zwischen dem kleinen und dem großen Blatt. Ich hoffe, daß sich der Antrieb diesbezüglich noch etwas einfährt. Ansonsten wäre diese unerwünschte Zusatzarbeit nur unter "Training" abzuhaken. Besitzer von 1x8 Rädern, die aufgrund ihrer waagerechten Ausfallenden ohne Kettenspanner auskommen, werden dieses Problem nicht haben. Weitere Er-Fahr-ungs-Berichte werden hier folgen, wenn ich die Alfine weiter auf ihre MTB-Tauglichkeit getestet habe. CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 09. Juni 2009 13:02 zitat pm mail hp Zwischenbericht: Die Nabe ist für den Einsatz in einem MTB gut geeignet, wenn man bevorzugt lockere Touren fährt. Wettkampftauglich und steilgebirgstauglich ist die Nabe aufgrund des höheren Gewichtes und des geringeren Übersetzungsumfangs nicht. Positiv ist der Schaltkomfort. Das Schalten im Stand und in hakeligen Passagen funktioniert sehr gut. Die Schaltung muss aber sehr genau justiert werden. Auch bezüglich der Haltbarkeit gibt es bislang nichts zu bemängeln. Negativ für den Einbau in ein MTB ist die unterschiedliche Kettenlinie der Nabe, die nicht zur Kettenlinie eines MTB-Tretlagers passt. Außerdem verursacht die Nabe (das Fett in der Nabe) wie auch der Kettenspanner eine rel. große Kettentriebreibung, die einen hohen Kurbelwiderstand bewirkt. Man muss deshalb vor allem bei kalten Temperaturen unnötige Pedalarbeit investieren. Ausblick: Ich werde die Nabe demnächst mit einer dreifach-Kurbel und einem regulären festgestellten MTB-Schaltwerk testen. Evt. geht sie aber dann durch das hohe Drehmoment, für das sie nicht ausgelegt wurde eher kaputt. Bin aber bereit das mal anzutesten. Damit hätte ich nämlich eine hitverdächtige Übersetzungsbandbreite. ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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erstellt: 03. Dezember 2009 11:13 zitat pm mail hp Bericht Stand 03.12.2009 Ein paar Tage nach dem letzten Bericht habe ich die reguläre Dreifachkurbel von Shimano wieder eingebaut und habe diese zunächst mit Kettenblättern 26/36/48 bestückt. Außerdem habe ich den Alfine-Kettenspanner ausgebaut, weil der nicht die erforderliche Kapazität für 3-fach besitzt und durch die hohe Federkraft zuviel Reibung verursacht. Stattdessen werkelt auch hier wieder ein XTR-Schaltwerk mit langem Käfig. Da dieses nicht geschaltet wird, musste es blockiert werden. Das geht ganz einfach. Justageschrauben gegen längere tauschen und auf die richtige Stellung justieren. Zusätzlich einen 4cm langen Innenzug in die Zugstellschraube einsetzen und auf Position fixieren. Hält bombenfest. Das Schaltwerk sitzt dadurch absolut fix unter dem Schaltnabenritzel. Die Kurbel sollte und muss aufgrund der engeren Kettenlinie der Nabe, so weit wie möglich nach innen eingestellt werden (Zwischenringe des Tretlagers entsprechend variieren!). Testbericht: Mit der Dreifachkurbel besitzt das Bike endlich die für ein MTB erforderliche Entfaltung. Sowohl der kleinste, als auch der größte Gang sind ausreichend. Weitere Übersetzungsvariationen sind aber immer noch möglich (anders Nabenritzel / 24er oder 22er Kettenblatt). Die Nabe hat die hohe Belastung (großes Drehmoment durch das kleine Kettenblatt) bislang hingenommen, ohne technische Probleme oder Verschleiß zu zeigen. BISLANG! Fazit: So macht das Biken mit einer Schaltnabe wieder Spaß! Der Antrieb läuft wider leichtgängig, bietet eine ausreichende minimale wie maximale Entfaltung und kombiniert die Vorteile der vorderen Kettenschaltung (große Übersetzungsbandbreite) mit denen der Schaltnabe (Wartungsfreiheit und Schalten in jeder Situation). Bleibt nur noch abzuwarten, wie lange die Nabe insgesamt hält. Aber ehrlich gesagt: Ich bin davon überzeugt, daß fünf Alfine-Naben insgesamt länger halten, wie eine Rohloff-Nabe und das ist eben das Preisverhältnis dieser beiden Konkurrenzprodukte!!! CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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erstellt: 02. Februar 2010 09:55 zitat pm mail hp Zwischenbericht zur Lage der Nation, ähh.. Nabe am 02.02.2010: Das 3x8-System mit festgestelltem XTR-Schaltwerk und 8-fach Kette funktioniert trotz des hohen Drehmomentes auf die Nabe bei kräftiger Nutzung des kleinen Kettenblattes bislang einwandfrei. Ob ein leichtes Rasseln des am häufigsten genutzten dritten Ganges der Nabe schon auf erhöhten Zahnverschleiß schließen lässt, kann ich nicht definitiv sagen. Die Funktion des 3. Ganges ist dadurch bislang nicht beeinträchtigt. Alles in allem kann ich der Alfine mit dieser technischen Konstellation also ca. ein halbes Jahr einwandfreien und wartungsfreien Schaltens bei ordentlichem Sauerländer Toureneinsatz bestätigen. Auch der Einsatz in diesem schnee- und salzreichen Winter bei knackigen Temperaturen macht keine Unterschiede in der gewohnten Schaltperformance. Sollte sich daran etwas ändern, sage ich hier Bescheid. So long Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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erstellt: 24. Mai 2010 19:58 zitat pm mail hp So, Leute. Letzte Woche war es soweit. Ich habe die Nabe endlich zu Klump getreten! Nee, so schlimm war's jetzt nicht und wirklich drauf angelegt habe ich es auch nicht. Das oben erwähnte leichte Rasseln des dritten Gangs war tatsächlich eine Vorwarnung. Auf einer ordentlichen Tour letzte Woche ließ sich der dritte Gang nicht mehr schalten, d.h. an Stelle des dritten Gangs war Leerlauf mit leichtem Rasseln angesagt. Alle anderen Gänge funktionierten einwandfrei und die Schaltabstände waren auch in Ordnung, so daß der Ausfall kein Problem darstellte. Ich führe den Ausfall darauf zurück, daß der dritte Gang am häufigsten genutzt worden ist und auch ein recht hohes Drehmoment verkraften musste, das ja nach Montage des dritten Kettenblattes um EINIGES höher war, als eigentlich herstellerseits erlaubt. Fazit: Die Alfine kann zwar mit drei Kettenblättern MTB-mäßig "getuned" werden, jedoch ist das Getriebe nicht für die hohen Drehmomente des kleinen Blattes ausgelegt und quittiert dies mit höherem Verschleiß bzw. frühzeitigerem Ausfall der am stärksten genutzten Gänge. Die Nabe hat den Betrieb mit drei Kettenblättern insgesamt ein Jahr lang ausgehalten. Bis zum Ausfall des dritten Ganges gab es nichts zu bemängeln. Ich werde die Nabe bei Gelegenheit mal demontieren um mir die genaue Ursache des Ausfalls zu besehen. Ich vermute, daß einige Zähne der Zahnräder des dritten Ganges gebrochen sind. Wie geht es weiter: Das Biken mit Schaltnabe ist eine feine Sache. Ich möchte auch in Zukunft im Tourenbereich nicht auf den Komfort einer Schaltnabe verzichten. Glücklicherweise habe ich zwischenzeitlich einen kompletten Laufradsatz mit Alfine-Nabe im Rose-Lagerverkauf erstanden und brauchte also praktisch nur die Räder tauschen (Das uralte Vorderrad war mittlerweile auch ziemlich labberig geworden und wurde so gleich mit getauscht). Der Test geht also in die zweite Runde. Bericht folgt, wenn sich wieder Probleme zeigen sollten. An der Konfiguration hat sich fast nichts geändert. Lediglich beim Schaltnabenritzel habe ich ein 19er statt ein 20er montiert, weil das alte 20er im Sitz etwas zu sehr "schlockerte". Das Bike wird also insgesamt etwas schneller. Auf lange Sicht, d.h. beim nächsten Ausfall der Alfine, werde ich aber auch ernsthaft die sauteure Anschaffung einer Rohloff-Schaltnabe ins Auge fassen, denn diese ist für den Einsatz in MTB's ausgelegt und tritt sich natürlich nicht so schnell rund. Es sei denn, Shimano hat bis dahin eine haltbarere Version der Alfine speziell für's MTB auf den Markt gebracht. Dann... ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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| Dan MTB Gott! ![]() ![]() ![]() ID # 16 |
erstellt: 25. Mai 2010 07:55 zitat pm mail Jäähääääns, nimm ne Speedhub und sei glücklich (damit sparst Du Stress und Kettenblätter) !!! ;-) Wenn Du Zweifel hast, fahr nach Kassel und lass Dir die Fertigung zeigen (machen die gerne!). Das ist ein sympathischer Familienbetrieb. Zu den bisherigen Alfine-Kosten: 1. Kettenblätter 2. Alfine 1 3. Alfine 2 Kann mir kaum vorstellen, dass das Experiment immer noch günstiger sein soll, als eine Speedhub (die in 10 Jahren noch läuft wie am ersten Tag). Attacke, Dan ----------------------- ... ein Gang, sie alle zu knechten. |
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| Jaykay Wohnt hier ![]() ![]() ![]() ![]() ID # 12 ![]() |
erstellt: 26. Mai 2010 16:18 zitat pm mail hp Doohooch, zumindest bis jetzt war der ganze Kram immer noch billiger. In 10 Jahren? Na ja. Aber so lange will ich das "Experiment" ja auch nicht machen. Aber bitte. Daß die Nabe jetzt nur ein Jahr gehalten hat, ist ja nicht Shimano anzulasten, sondern meinem forcierten Verschleißtest mit zu hohem Drehmoment. Habe die Nabe heute spaßeshalber in ca. 2 Stunden demontiert. Auch, um zu schauen, woran es denn nun gelegen hat und ob was definitiv Kaputtes im Getriebe zu finden ist. Wenn man bedenkt, daß die Alfine ggü. der Speedhaub "nur" 8 Gänge hat. Mein lieber Scholli! Es ist einfach unglaublich, wie viele Einzelteile da aus dem Nabenkörper gezaubert werden können. ![]() An einen Zusammenbau sollte man auch als etwas versierterer Schrauber besser gar nicht erst denken. Jedenfalls nicht ohne Explosionszeichnung. Ergebnis: Es finden sich keine definitiv gebrochenen Teile. Auch Zahnflankenverschleiß ist nur bei den Planetenrädern festzustellen. Dieser kann aber nicht zum Ausfall geführt haben. Meiner Meinung nach sind die Wellen der kleineren Planetenräder schuld. Diese zeigen eindeutigen Verschleiß. Die Wellen sind so stark eingelaufen, daß die Nadellager der Planetenräder wahrscheinlich Spiel bekommen haben, was sich zuerst im Durchrutschen des 3. Gangs bemerkbar gemacht hat. ![]() CU Jaykay ----------------------- The cruiser is new, black, polished chrome and came over the city like liquid night! oder: Wer langsamer fährt, wird länger gesehen... |
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